Die Heimfahrt: Von Korsika zurück nach München

Korsika ist ein fantastisches Ziel für einen Motorradurlaub. Aber auch die Heimfahrt hat dank einer hektischen Alpenüberquerung noch einiges zu bieten.

In einem anderen Reiseblog wäre das hier vielleicht die Stelle, an der ich ankündigen würde, was für ein aufregender Fahrtbericht den Leser auch am heutigen Tag unserer Tour erwartet –  gefüllt mit exotischen Details, Sinneseindrücken fremder Landschaften und dem Versprechen von Abenteuer.

Mit der Betonung auf „wäre“ – denn so könnte ich diesen Beitrag zwar beginnen, jedoch weiß jeder Motorradveteran, dass es sogar in den tollsten Urlauben Tage gibt, an denen etwas weniger passiert. Und wenn man bereits um 10.30 Uhr vom Campingplatz aufbricht, nach 90km ereignisloser Schnellstraße um 12.00 Uhr am Zielhafen ankommt und dann bis abends im Terminal auf die Abfahrt der Fähre wartet… dann ist das wohl genau so ein Tag. Zugegeben, so wirklich durchdacht haben wir das rückblickend wohl nicht.

Ein Leben im Terminal

Immerhin sind wir mit dieser Art von Situation bereits sehr vertraut. Wer uns kennt, der weiß, dass wir lieber viel zu früh ankommen, als kurz vor knapp. Und so fügen wir uns auch heute wieder unserem (selbstverursachten) Schicksal der relativen Langeweile. So ganz unrecht ist uns das nicht, denn je näher wir bei der Anfahrt an Bastia heranrücken, desto unerträglicher wird die Hitze.

Speziell auf dem letzten Stück Strecke Richtung Innenstadt taucht man für einige hundert Meter in einen Tunnel ab, wo wir im Stau mit sicherlich an die 35° Grad Außentemperatur fast zu ersticken drohen. Danach gestaltet sich das Warten im klimagekühlten Terminal geradezu als Erholungskur, bei der man kaum mehr vor die Tür gehen möchte, um nicht Gefahr zu laufen, draußen der Sonne zu begegnen.

Außerdem gibt er hier ausreichend Sitzplätze, Snackautomaten und dank Anjas heroischem Erkundungseinsatz sogar ein paar (trockene) Sandwiches zur Versorgung. Die Parksituation hinter dem Gebäude bleibt mit einem Preis von 1 €/Stunde auch erträglich.

Lediglich das Verladeprozedere verwirrt uns. Während wir anfangs noch seelenruhig die Zeit mit Lesen verbringen, werden wir gegen Abend immer unruhiger. Auf der Moby-Webseite steht, dass wir bereits drei Stunden vor Abfahrt der Fähre die CheckIn-Formalitäten erledigen können – die Frau am Ticketschalter teilt uns jedoch mit, dass das erst eine Stunde vorher möglich sein wird. So richtig sicher sind wir uns nicht, ob hier nicht etwas bei der Übersetzung verloren gegangen ist. Dementsprechend sitzen wir immer mehr auf heißen Kohlen und sind froh, als es dann endlich losgeht.

Am Checkpoint sehen wir zu unserem Erstaunen ein Motorrradfahrerpaar wieder, das uns schon auf der Hinfahrtsfähre begleitet hat. Ein lustiger Zufall, denn eigentlich wollten die beiden doch deutlich länger auf Korsika bleiben. Wie sich herausstellt, hat sich der Mann eine (leichte) Verletzung zugezogen, wodurch sie früher zurückmüssen – und jetzt auf genau der gleichen Fähre Richtung Festland gelandet sind wie wir.

Die Auffahrt auf das Schiff läuft hier deutlich unbürokratischer ab als in Genua. Anstatt fünf Checkpoints zu passieren, gibt es hier nur einen einzigen. An dem werden lediglich kurz unsere Tickets (aber nicht unsere Ausweise) überprüft, bevor es dann direkt auf die Fähre geht.

Kleiner Bonus: Zwischen Checkpoint und Fähre gibt es eine ca. 400 Meter lange, sehr breite Verladestrecke ohne offensichtliche Verkehrsregeln. Man kann sich denken, was passiert, wenn ca. zwei Dutzend Motorradfahrern das Tor geöffnet wird. Für eine kurze Zeit fühlt man sich inmitten einer Horde losgelassener Mongolen – und hat dabei eine Menge Spaß.

Bye bye Korsika – zurück nach Italien

Nachdem wir also erst so knapp vor Abfahrt auf die Fähre dürfen, müssen wir auch nicht lange warten, bis wir die Vibrationen der massiven Schiffsmotoren durch die Wände hindurch spüren.

Die Fähre ist die gleiche, mit der wir auch von Genua auf die Insel gekommen sind. Dementsprechend gestaltet sich auch die Rückfahrt recht ähnlich – außer, dass diesmal die Lautsprecherdurchsagen merklich leiser sind und uns nicht jedesmal aus dem Schlaf reißen. Wer sich für alle Details des Fährvorgangs interessiert, kann einen Blick in unseren Artikel zur Hinfahrt werfen, in dem wir ein wenig mehr auf unsere Erfahrungen mit Moby eingehen.

So wirklich genau nimmt es der Kapitän nicht mit der Uhrzeit, wir kommen am nächsten Morgen knapp eine Stunde zu spät am Hafen von Genua an. Ein wirklich Beinbruch ist das für uns aber nicht – schließlich wollen wir heute sowieso nur die Grenzen der Alpen erreichen und haben dafür den ganzen Tag Zeit.

Durch die Po-Ebene zum Lago Maggiore

Wo Genua auf der Hinfahrt noch wie ein verknoteter Verkehrsalptraum wirkte, scheint die Stadt beim Herausfahren deutlich weniger einschüchternd. Zumindest für uns – unser GPS hingegen rechnet uns mit 750 km eine leicht… unoptimierte Route aus, um zum Lago Maggiore zu kommen. Ein genauerer Blick enthüllt das Problem: Dem Navi hat unsere Fährfahrt wohl nicht gefallen, denn es befiehlt uns zurück nach Korsika, um von dort aus eine gänzlich andere Überfahrt zu nehmen. „Günni“ (unser Navi) hatte ja schon immer einen eigenen Willen, aber das setzt dem ganzen wirklich die Krone auf.

Ungeachtet der Meinung unseres elektronischen Helfers fahren wir daher lieber mit gesundem Menschenverstand und „altmodisch“ nach Straßenschildern. Wir verfolgen denselben Weg zurück, den wir gekommen sind, und fahren auf der gleichen Schnellstraße aus der Stadt. Die Fahrt durch die ligurischen Berge an der Küste läuft angenehm unkompliziert ab und schon bald finden wir uns auf der Po-Ebene wieder. Relativ früh morgens gibt es auf der Autobahn kaum Verkehr, wir haben die Straße größtenteils für uns allein.

Kurz darauf begegnet uns das Motorradfahrerpaar noch ein drittes Mal (das wird schon fast zu einem Running Gag) und winkt uns beim Überholen zu. Das sollte aber tatsächlich das letzte Mal sein, dass wir die beiden in unserem Urlaub sehen.

Die restliche Überquerung der Po-Ebene ist wie erwartet nicht die spannendste Strecke und lässt Hügel und andere markante Landschaftsmerkmale vermissen. Das ist leider (wie immer) der Preis, den man für einen Urlaub südlich der Alpen bezahlen muss. Wenn ich in meinem Leben noch einmal eine spannende Route durch die Po-Ebene finden sollte, würde ich der Signifikanz einer solchen Entdeckung halber vermutlich einen ganz eigenen Beitrag darüber schreiben.

Immerhin vergeht die Zeit heute schnell und auch das Wetter schlägt uns kein Schnippchen. Schon bald rücken die Berge nah und die Straßen werden kleiner, kurviger und auch steiler. Die Anfahrt zum Lago Maggiore windet sich durch reichlich grüne Hügel und Tunnel – was uns nur recht ist.

Eine Fahrt am See

Wenig später sehen wir auch schon blaues Schimmern. Wie es bei den Alpenseen Italiens üblich ist, fährt man auch hier größtenteils direkt am Ufer entlang auf einer kleinen Straße, die zum einen stark befahren ist, zum anderen aber auch viel Zeit dafür lässt, die schöne Landschaft zu bestaunen.

Und die ist wirklich traumhaft. Im Gegensatz zum Comer See oder dem Gardasee fühlt sich der Lago Maggiore „weiter“ an, offener und nicht ganz so sehr vom umliegenden Gebirge eingepfercht. Speziell im Vergleich zum noblen Comer See scheinen die Dörfer hier aber nicht ganz so protzig. Ob das ein Pluspunkt ist oder nicht, ist wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Nach einer Weile kommen wir dann auch schon am Ziel unserer heutigen Etappe an: Cannobio. Der Ort liegt direkt am Wasser und wartet mit gleich mehreren Campingplätzen auf. Wir fahren auf gut Glück zu Camping ‚Riviera‘ am Ende des Ortes, da uns die Schilder zuerst dort hinführen. Kaum in der (verschlossenen) Einfahrt angekommen, wird uns von einem dort platzierten Angestellten mitgeteilt, dass die Rezeption erst in ca. zwei Stunden aufmacht. Die Sinnlosigkeit dessen, dass er jetzt zwei Stunden vor der Schranke steht und Leute anweist, statt die Zeit zu nutzen, um sich einfach selbst in die Rezeption zu setzen, scheint ihn dabei nicht zu stören. Jetzt könnten wir zwar genauso gut zu einem anderen Campingplatz weiterfahren, aber da wir das Warten gewöhnt sind (höhö) und es hier schön finden, bleiben wir.

Abendspaziergang in Cannobio

Nach einem kleinen Zwischensnack in Eisform im Campingplatzrestaurant (wohl aber eher Tiefkühlware als selbstgemacht) können wir schließlich unser vorher ausgesuchtes Plätzchen beziehen – ein gemütlicher Eckplatz umringt von Hecken mit Baumschatten. Letzterer ist wichtig, da es nach wie vor verflucht heiß ist. Nach dem Aufbauen des Zelts gönnen wir uns daher erst einmal einen Sprung ins kühle Nass direkt am Ufer des Campingplatzes. Leider gibt es hier nicht unbedingt einen „Sandstrand“ und als wir ins Wasser steigen, merken wir, wie uns die zahlreichen ca. 10 – 20 cm großen Steine ordentlich in die Füße drücken. Als wir dann ins tiefere Gewässer kommen, wollen wir deshalb erst auch gar nicht mehr heraus.

Trotzdem liegt hier die Wahl zwischen Tod und Elend und wir ziehen das Bad der Hitze vor. Erfrischt kehren wir zu unserem Lager zurück und machen uns schon bald auf, die Stadt zu erkunden.

Cannobio ist von der Größe her glücklicherweise recht überschaubar und wir brauchen nicht lange, um zur Altstadt zu gelangen. Die ist zu unserem Erstaunen wirklich hübsch mit einer schönen Hafenpromenade. Hier wimmelt es regelrecht von Geschäften, Restaurants und anderen Shops, die sich alle gegenseitig in Punkto Attraktivität übertrumpfen. Wir haben uns schnell für eine Pizzeria entschieden, bei der das Essen von weitem am leckersten aussieht, und setzen uns in das Lokal. So lässt es sich leben!

Als wir später am Abend zum Zelt zurückkehren, machen wir noch schnell einen Schlachtplan für den morgigen Tag: Sollen wir das komplette Reststück einfach in einem Rutsch durchfahren oder übernachten wir doch noch ein Mal in der Schweiz, wie eigentlich geplant? Die Route sieht herausfordernd, aber machbar aus – zumindest für den letzten Tag des Urlaubs. Anja ist sich allerdings nicht ganz sicher, ob wir uns damit nicht doch übernehmen, und wir beschließen, dass wir im Notfall auch noch am Bodensee pausieren könnten – natürlich sollte es dann aber doch anders kommen.

Über den Lukmanierpass in der Schweiz

So schön es auch war, heute sagen wir Italien und dem Süden „auf Wiedersehen“. Und das schon bald nach dem Aufstehen, liegt Cannobio doch direkt an der Grenze zur Schweiz. Insofern wandelt sich auch die Architektur quasi schlagartig von mediterran-bunten Häusern zu typisch alpenländisch-moderner Bauart.

Der kürzeste Weg Richtung Norden nachhause führt über die Autobahn. Wer in der Schweiz jedoch Autobahn fahren will, muss sich gleich eine Vignette für das ganze Jahr kaufen. Und die schlägt mit 35 Euro (pro Motorrad) happig zu Buche.

Also haben wir bei der Reiseplanung einen spannenden Alternativweg ausgesucht: Die Fahrt über den Lukmanierpass – eine alte römische Passstraße, die seit dem Bau des Gotthardtunnels etwas in Vergessenheit geraten ist. Diese Route ist zwar länger, dafür können wir den Urlaub mit einer letzten Passüberquerung gewissermaßen noch einmal feiern. Und die hat es in sich!

Die anfängliche Fahrt durch die noch eher flachen Täler ist geprägt von Schnellstraßen und steilen Bergen, die uns beidseitig durch die schweizerische Alpenlandschaft eskortieren. Als wir bei Biasca unwiderruflich in Richtung Pass abbiegen, wird die Strecke noch einmal dörflicher und ruhiger. Kein Wunder – schließlich gibt es für Vielfahrer und LKWs wohl nicht viele Gründe hier entlang zu kommen. Die Auffahrt auf den Pass lässt sich dabei als vergleichsweise gemächlich beschreiben, allerdings mit tollen Aussichten. Ein Berg in der Distanz, auf den wir lange direkt zufahren, sticht uns besonders ins Auge, da er eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Matterhorn hat. Das „Matterhörnchen“ begleitet uns noch eine ganze Weile, während wir im Bleniotal die Serpentinen erklimmen.

Überhaupt fällt uns auf, wie sehr sich die Alpenberge von denen auf Korsika unterscheiden. Obwohl die Passhöhen auf Korsika durchaus mit so manchem Alpenpass mithalten können, schießen die Berge auf der Insel nicht annähernd so steil und unverschämt hoch aus dem Boden wie hier.  Ein nettes Detail ist auch die Farbgebung: Während hier alles entweder grün, grau oder blau ist, findet man auf Korsika deutlich mehr rote und gelbe Anteile. Die Landschaft wirkt dadurch wärmer als die vergleichsweise „kühlen“ alpinen Gebirgszüge.

In derart philosophische Gedankengänge versunken erklimmen wir derweil die Passstraße und kommen schon bald auf der Passhöhe an. Hier gibt es nicht nur einen großen See, sondern auch eine Gaststätte, in der wir uns erst einmal ein deftiges Wurstbrot bzw. einen Fleischsalat gönnen. Das ist nach dem ganzen mediterranen Essen ein regelrechter Schock für unsere Zungen – wenn auch kein unangenehmer.

Gestärkt schwingen wir uns danach aufs Motorrad und fahren auf der anderen Seite des Passes wieder herunter. Auch hier genießen wir wieder tolle Aussichten und gut ausgebaute Straßen.

11 Stunden auf dem Motorrad

Der Rest des Weges durch die Schweiz bietet leider keine derartigen Highlights mehr, sondern ist eher geprägt durch langsames Vorankommen. Wir machen in Chur kurz Snackpause und erholen uns von der erdrückenden Hitze. Spätestens ab hier wird die Gegend immer industrieller, die Orte städtischer und die Täler breiter. Langsam aber sicher arbeiten wir uns zum Alpenrand vor. Auch der Verkehr hat zugenommen und wird nun zu einem echten Ärgernis. Bei 35+ Grad im Stau vergeht einem ganz schnell die Laune – vor allem, wenn man noch fast 300km vor sich hat. Wir fluchen über jedes Dorf mit nur einer Straße zum Durchfahren, über jede unnötige Ampel und vor allem über die ganzen Traktorfahrer, die mit 35 km/h immer wieder ganze Verkehrskolonnen ausbremsen. Argh!

Immerhin bietet die Grenzüberquerung zu Liechtenstein ein wenig Abwechslung. Hier weichen wir kurz von der Hauptstraße ab, fahren mitten durch den Wald – und landen direkt vor einer Mauer. Zuerst denke ich, es handelt sich dabei um eine Art Gefängnis, aber wie sich herausstellt, führt die Straße direkt durch die Festung beim St. Luzisteig hindurch. Anscheinend war das hier einmal eine Kaserne, mittlerweile findet sich inmitten des Komplexes aber ein sehr modern anmutendes Restaurant. Belustigt von der kuriosen Straßenführung kommen wir schon bald auf der anderen Seite das Waldes wieder heraus und befinden uns plötzlich im Märchenland. Vor uns ragt die Burg Gutenberg auf einem einsamen Felsen im Tal vor einer gewaltigen Bergkulisse in die Höhe. Ganz ehrlich, wenn uns als nächstes noch ein Einhorn unter einem Regenbogen begegnet wäre, hätte es mich auch nicht mehr groß verwundert.

Nicht viel später holt uns die Realität jedoch wieder ein. Die üblichen engen Straßen, der übliche Stau – auch in Liechtenstein sieht die Verkehrslage leider nicht anders aus. Wir passieren Vaduz und finden uns schließlich in Österreich wieder. Wirkliche Freude kommt dabei aber nicht auf. Ohne Witz – wir stehen bis zur Autobahnauffahrt in Lindau kontinuierlich im Stau.

Ironischerweise bestärken diese Qualen aber nur unseren Willen, heute doch nicht mehr am Bodensee zu übernachten. Auf Zelt aufbauen und noch einmal in einer fremden Gegend schlafen haben wir jetzt erst recht keine Lust. Also ab nach Hause, nun ist es auch schon egal. Hauptsache, wir landen heute Abend in unserem bequemen Doppelbett.

Und tatsächlich: Auf der Autobahn ist die Lage plötzlich völlig anders, Gottseidank! Ab jetzt heißt es endlich „Freie Fahrt nach Hause!“. Obwohl das immer noch 175 km sind, genießen wir das schnelle Fahren auf deutschen Autobahnen so sehr, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Dass wir einmal von Bergstraßen dermaßen genervt und die Autobahn so genießen würden, hätte ich vor dieser Heimfahrt auch nie gedacht.

Auf halbem Weg haben die Wettergötter dann noch Erbarmen und schenken uns ein wenig Regen. Dadurch kühlt sich die Außentemperatur um fast 10 Grad auf ca. 22 Grad ab – in diesem Fall also ein Segen. Absurderweise werden wir also auf diesen letzten Metern noch einmal deutlich wacher und lebhafter als wir es die letzten fünf Stunden waren. Kurz vor München brauchen wir bei einer Rast fröhlich die letzten Kekse auf und genießen den kurzen Rest der Strecke, bis wir schließlich und endlich zuhause ankommen. Wir sinnieren noch einmal darüber, wie wir heute ganze 11 Stunden auf der Motorrad unterwegs waren – weit mehr, als wir üblicherweise fahren. Es ist irgendwie gut zu wissen, dass das im Notfall also auch geht.

Sofort wiederholen müssen wir das aber nicht. Denn: So schön der Urlaub auf Korsika auch war – jetzt sind wir erst einmal froh, wieder zuhause zu sein und die Füße wohlverdient hochlegen zu können.

Routenüberblick

Datum: 5. – 7 Juli 2017
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel – je nachdem, ob man gerade in den Alpen einen Pass fährt
Länge: 794km
Eindrücke: Flotte Fahrt auf den Autobahnen, aber furchtbar langsames Vorankommen in der Schweiz ohne Vignette