Dies und das - Motorradtouren - In fremden Gefilden https://www.in-fremden-gefilden.de/category/tipps-und-tricks/dies-und-das/ Anja und Marvin brausen durch die Welt Thu, 07 Nov 2019 17:14:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.10 Motorradurlaub und Kalorien – Warum nimmt man nicht zu? https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/motorradurlaub-und-kalorien-warum-nimmt-man-nicht-zu/ https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/motorradurlaub-und-kalorien-warum-nimmt-man-nicht-zu/#comments Mon, 19 Jun 2017 07:42:57 +0000 https://www.in-fremden-gefilden.de/?p=4268 Ich liebe Frittiertes! Alles schmeckt besser, wenn es in heißem Fett knusprig gebacken wird (naja, fast alles …). Meine zweite Leidenschaft sind Sahne, Nüsse und Schokolade – am […]

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Ich liebe Frittiertes! Alles schmeckt besser, wenn es in heißem Fett knusprig gebacken wird (naja, fast alles …). Meine zweite Leidenschaft sind Sahne, Nüsse und Schokolade – am besten in Kombination. Marvin wiederum ist ein echter Pizzaholic – und einem Riesen-Eisbecher oder einer leckeren Sahnetorte kann auch er nur schwer widerstehen.

Im normalen Alltag essen wir jedoch selten bis garnichts von alledem. Zu viele Kalorien. Wir liegen beide sowieso schon über dem Normalgewicht, müssen das also nicht auch noch verschlimmern. Während unserer Motorradtouren hingegen lassen wir diesbezüglich alle Hemmungen fallen und gönnen uns am Abend, wonach uns der Sinn steht. Trotzdem haben wir nach den Urlauben noch nie mehr gewogen als vorher, in manchen Fällen sogar weniger.

Wir nennen das zwar „das ewige Mysterium des Motorradurlaubes“ – aber ein echtes Mysterium ist es eigentlich nicht. Es gibt nämlich gute Gründe, warum man während des Motorradurlaubes trotz Schlemmens nicht zwangsläufig zunimmt.

Grund 1: Motorradfahren verbraucht Kalorien

Jeder, der schon einmal eine längere Motorradtour unternommen hat, weiß, dass das anstrengend ist. Nicht so offensichtlich intensiv und schweißtreibend wie z.B. Joggen, Krafttraining oder ein Aerobic-Kurs, aber trotzdem spürbar.

Kein Wunder, denn während des Fahrens bewegt man sich eigentlich permanent: Man manövriert das Motorrad mit der Hüfte nach links oder rechts, drückt den Oberkörper und behelmten Kopf gegen den Windwiderstand nach vorne, gleicht die Vibrationen des Lenkers aus, und so weiter. Man ist also deutlich aktiver als auf dem Bürostuhl oder der Wohnzimmercouch. Nahezu sämtliche Muskeln des Körpers werden hierbei ständig leicht bis mittelschwer beansprucht, und das meist über mehrere Stunden hinweg.

Ich habe einmal versucht herauszufinden, wie sich das im Kalorienverbrauch niederschlägt, und bin bei fitrechner.de fündig geworden. Für das Motorradfahren wird hier ein Verbrauch zwischen 136 bis 250 kcal/h angegeben. Um nun den tatsächlichen Mehrverbrauch ausrechnen zu können, muss hiervon der Grundumsatz abgezogen werden – also das, was man beim Faulenzen sowieso schon verbraucht.

Ich zeige das mal anhand meiner Daten:

Mein Grundumsatz (der ist abhängig von Alter, Gewicht, Geschlecht, etc.) liegt bei knapp 1630 kcal/Tag, macht also ca. 70 kcal/h.

Für das Motorradfahren berechnet fitrechner.de für mich nun einen Verbrauch von 170 kcal/h – somit 100 kcal mehr, als ich im Ruhemodus verbrenne.

Bei durchschnittlich 4 Stunden Fahrzeit/Tag sind das 400 kcal extra. Dafür, dass das quasi nebenbei passiert, ist das schon ganz schön ordentlich, finde ich.

Grund 2: Man ist allgemein körperlich viel aktiver

Zu dem erhöhten Kalorienverbrauch durch das Motorradfahren selbst kommen bei unserer Art des Urlaubes noch viele andere körperliche Aktivitäten hinzu:

Das Auf- und Abbauen des Zeltes, das Herumschieben der Motorräder, das Hin- und Hertragen des Gepäcks, ja sogar das Aufstehen und Herauskriechen aus dem Zelt oder der Weg zur Toilette – all das ist deutlich anstrengender als unsere übliche Tagesroutine zuhause und verbraucht weitere Kalorien.

Grund 3: Man isst viel seltener

Zuhause esse ich drei etwas größere Mahlzeiten – Frühstück, eine kleine Mittagsmahlzeit und die Hauptmahlzeit am Spätnachmittag/Abend – sowie ein bis zwei Zwischenmahlzeiten in Form von kleinen Snacks (z.B. ein Stück Obst, eine kleine Handvoll Nüsse oder ein Smoothie). Die Gesamt-Kalorienmenge passe ich so an, dass ich hierdurch gut mein Gewicht halten kann – was bedeutet, dass unser Abendessen meist ein leichtes, gesundes Mahl ist, keine Kalorienbombe.

Wenn wir mit dem Motorrad unterwegs sind, sieht das jedoch anders aus:

Wir frühstücken meist sehr zurückhaltend (wir beide kriegen in der Früh nicht viel runter), danach schwingen wir uns auf das Motorrad und konzentrieren uns erst einmal auf die jeweilige Tagesetappe.

Gegen Mittag fängt der Magen normalerweise an, auf sich aufmerksam zu machen, und wir suchen uns eine Möglichkeit, den schlimmsten Hunger zu vertreiben. Da wir uns den Bauch nicht allzu voll schlagen wollen – das macht müde und unkonzentriert beim Fahren – geschieht das meist in Form eines Sandwiches oder eines anderen kleinen Snacks, je nachdem, was wir eben bekommen. Für den Notfall tut es dann auch mal ein Müsliriegel aus dem Rucksack.

Wir essen also während des Tages deutlich weniger als zuhause.

Erst am Abend, wenn wir am Ziel angekommen sind und unser Lager aufgeschlagen haben, ist Zeit für eine richtige Mahlzeit. Die dann – weil unsere Mägen bis dahin immer schon ganz gewaltig knurren – auch entsprechend üppig ausfällt.

Kein Mysterium

Rechnet man das nun alles zusammen – den doch deutlich erhöhten Kalorienverbrauch durch das Motorradfahren und die übrigen körperlichen Aktivitäten, sowie die niedrigere Kalorienaufnahme während des Tages – so wird offensichtlich, warum wir uns am Abend folgenlos fettiges Essen und üppige Nachtische erlauben können. Und warum wir dabei manchmal sogar noch abnehmen. Es fühlt sich nur so an, als würden wir eine Menge essen. Auf den Tag verteilt tun wir das gar nicht bzw. verbrauchen etwaige Mehrkalorien durch körperliche Betätigung.

Es handelt sich dabei also nicht wirklich um ein Mysterium – aber dafür um einen sehr angenehmen Nebeneffekt des Motorradurlaubes, wie ich finde 🙂

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Lesergeschichten – Erlebnisse unserer Motorrad-Kolleg(inn)en https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/dies-und-das/lesergeschichten-erlebnisse-unserer-motorrad-kolleginnen/ https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/dies-und-das/lesergeschichten-erlebnisse-unserer-motorrad-kolleginnen/#comments Fri, 19 May 2017 07:58:40 +0000 https://www.in-fremden-gefilden.de/?p=4224 Und noch ein Motorraddiebstahl in Edinburgh Am 1. Mai 2017 erreicht uns eine Nachricht von Sascha aus Remscheid: Auch ihm wurde das Motorrad in Schottland gestohlen, und zwar […]

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Und noch ein Motorraddiebstahl in Edinburgh

Am 1. Mai 2017 erreicht uns eine Nachricht von Sascha aus Remscheid: Auch ihm wurde das Motorrad in Schottland gestohlen, und zwar auf genau demselben Campingplatz.

Bei einem Telefonat erzählt er die ganze (traurige) Geschichte, die uns verdammt bekannt vorkommt: Er checkt auf dem Mortonhall Caravan & Campingpark in Edinburgh ein, macht sich fertig für die Nacht, schläft ein – und am nächsten Morgen ist das Motorrad nicht mehr da!

Sascha ist mit den Nerven fix und fertig. Die herbeigerufene Polizei und „unser“ Paul vom Campingplatz sehen sich die Videos des kurz zuvor neu installierten Überwachungssystems an und finden tatsächlich Aufnahmen davon, wie der Täter das Motorrad vom Platz schiebt. Nur nützt das niemandem, denn irgendwelche Hinweise auf die Identität des Diebes sind nicht zu erkennen (trägt dieser doch tatsächlich kein Schild mit seinem Namen um den Hals).

Sascha bricht seine Tour ab und fliegt nachhause, surft im Netz über das Thema, findet unseren Bericht und nimmt Kontakt zu uns auf. Konkret helfen können wir ihm leider nicht. Aber es ist schon ein Trost für ihn als er erfährt, dass mein Motorrad wiedergefunden wurde. Und dass die Polizei uns erklärt hat, die Diebe würden die gestohlenen Motorräder im Normalfall nicht zu Geld machen, sondern nur zum eigenen Vergnügen damit in der Gegend rumfahren und sie wegwerfen, sobald der Tank leer ist. Somit besteht wenigstens eine kleine Chance, dass Saschas Maschine auch wieder auftaucht.

Wir leiden mit ihm mit und drücken fest die Daumen, dass seine BMW wiedergefunden wird und den Weg zurück in die heimische Garage findet!

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Ein Aufruf an die Verantwortlichen des Campingplatzes in Edinburgh:

Liebe Leute, wenn ihr beim Einchecken mitbekommt, dass eure Gäste mit dem Motorrad da sind (und das bekommt ihr mit!), dann weist sie doch bitte explizit darauf hin, dass hier eine hohe Diebstahlsgefahr besteht. Irgendwo im Eck am Tresen der Rezeption abgelegte Din-A-6-Hinweisblätter reichen einfach nicht aus.

Wir wissen ja jetzt – im Nachhinein -, dass ihr auch Sicherungsketten für Motorräder gegen einen Pfand zur Verfügung stellt. Kauft doch bitte ein paar mehr davon und bietet sie beim Einchecken standardmäßig euren Motorradgästen an! Dann würden die Diebe, die euren Campingplatz ja ganz offensichtlich regelmäßig für ihre Touren nutzen, ziemlich schnell merken, dass dieser Selbstbedienungsladen von nun an geschlossen hat.

Update September 2017:

Erneut hat Sascha mit uns Kontakt aufgenommen und uns den Fortgang seiner Motorrad-Diebstahls-Geschichte erzählt:

Da sein Schottland-Urlaub ja nun versaut war, hat er sich nach reiflichem Überlegen ein neues Motorrad gekauft und ist mit dem nach Norwegen gefahren. Mitten in dieser Reise bekommt er einen Anruf aus Schottland: Sein altes Motorrad wurde wiedergefunden! In der Nähe von Glasgow, in üblem Zustand (alle vier Blinker kaputt, Lenkradschloss aufgeknackt, Tankschloss geknackt, diverse andere Schäden, kurzgeschlossen und sogar etwas angekokelt), aber dennoch kein Totalschaden.

Das Symbol zur Infobox

Zornige Tränen

Wenn ich von diesen Schäden höre, werde ich wütend. Das geht weit über „sich mal ein anderes Motorrad ausleihen“ hinaus. Was sind das für Arschlöcher, die aus reiner Zerstörungswut das liebevoll gepflegte Eigentum anderer demolieren? Welche „Entschuldigungen“ haben diese Typen vor sich selbst, wie rechtfertigen sie das? Würde mich echt mal interessieren, Verständnis dafür habe ich nämlich keines.

Mir schnürt es noch immer den Hals zu, wenn ich an den Morgen in Edinburgh zurückdenke, an dem mein Motorrad verschwunden war. Hier geht es nicht „nur“ um Geld, um den finanziellen Schaden. Hier geht es um viel mehr. Auch für das Jahr 2018 planen wir noch keine erneute Reise nach Schottland – das schaffe ich noch nicht, habe noch allzu viel Bauchweh bei dem Gedanken.  Da ist etwas zerstört worden, das keine Werkstatt der Welt mehr richten kann …

Der ADAC transportiert das Motorrad zurück nach Deutschland. Da Sascha jedoch keine Kasko-Versicherung hat, musste er das Bike auf eigene Kosten reparieren – was er auch tut.

Gleichzeitig entschließt er sich dazu, trotzdem sein neues Modell zu behalten, und sucht nach einem Interessenten für die alte BMW. Und siehe da, er findet jemanden, der das gute alte Stück zu schätzen weiß: Ein Sammler aus Portugal (der nächste Weg ;-)) will genau dieses Modell haben und kauft sie. Seit ein paar Tagen kann sie nun ihren wohlverdienten Motorradabend in wunderbar warmer Umgebung verbringen.

Ein kleines Happy End. Immerhin.


 

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Heilsamer Starrsinn: Reise planen trotz Krebsdiagnose https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/heilsamer-starrsinn-oder-warum-ich-trotz-krebsdiagnose-meine-reise-nicht-absage/ https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/heilsamer-starrsinn-oder-warum-ich-trotz-krebsdiagnose-meine-reise-nicht-absage/#comments Tue, 12 Jul 2016 07:52:05 +0000 https://www.in-fremden-gefilden.de/?p=3276 Eigentlich sind im April 2016 meine Gedanken bereits bei den letzten Planungen für unseren diesjährigen Motorrad-Urlaub. Nach Schottland soll es gehen – Anfang Juni – und als Selbständige […]

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Eigentlich sind im April 2016 meine Gedanken bereits bei den letzten Planungen für unseren diesjährigen Motorrad-Urlaub. Nach Schottland soll es gehen – Anfang Juni – und als Selbständige muss ich für solche Unterfangen immer etwas mehr vorausplanen. Da müssen Kunden rechtzeitig von meiner Abwesenheit informiert, manche Aufgaben vorverlegt und andere Arbeiten nach hinten verschoben werden.
Als ich daher einen Knoten in meiner Brust ertaste, spiele ich kurz mit der Idee, diesen „Fund“ erst einmal zu ignorieren und – falls das Ding nach der Reise immer noch da sein sollte – erst dann die nötigen Untersuchungen durchführen zu lassen. Schließlich passt das alles jetzt überhaupt nicht in meinen sowieso schon knappen Zeitplan.

Von „total wichtig“ zu „völlig nebensächlich“

Nun, es ist erstaunlich, wie nebensächlich so ein Zeitplan plötzlich werden kann. Auf Marvins Drängen hin gehe ich nämlich doch zu meiner Frauenärztin. Die wiederum fackelt nicht lange und schickt mich gleich weiter zur Mammografie. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist nicht eindeutig, es wird noch am selben Tag eine Biopsie durchgeführt – und nach einem bangen Wochenende (natürlich liegt ein Wochenende dazwischen!) kommt am Montagmorgen der Anruf der Radiologie-Ärztin: Krebs.

Danach geht alles Schlag auf Schlag. Bereits zwei Wochen nach der Diagnose werde ich operiert und weitere zwei Wochen später kommt endlich die erlösende Nachricht: Der Tumor konnte vollständig entfernt werden, das Gewebe drumherum und die ebenfalls entfernten Wächterlymphknoten sind frei von Krebszellen, also keine Metastasen. Zudem ist diese Krebsart sehr gut behandelbar, es bestehen ausgezeichnete Heilungschancen und auf eine Chemotherapie kann ebenfalls verzichtet werden.

Glück im Unglück also. Oder wie eine der Ärztinnen es ausdrückt: Wenn schon Krebs, dann so!

Während dieser ganzen Zeit funktioniere ich wie ferngesteuert und hangele mich – noch immer in einer Art Schockstarre – nur von einem Termin zum nächsten (und davon hat man eine Menge in so einer Situation). Ein großes Lob an dieser Stelle an die Münchner Ärzte und Kliniken. Zu keiner Zeit fühle ich mich alleine gelassen oder orientierungslos, immer ist mindestens ein Ansprechpartner da, der mich bis zur nächsten „Station“ begleitet. Vorbildlich!

Was tun mit der geplanten Reise?

Unmittelbar nach der Diagnose stellt sich aber natürlich auch die Frage, wie wir – Marvin und ich – nun mit unserem geplanten Urlaub verfahren sollen. Der erste Impuls ist, einfach alles abzusagen, doch dann komme ich ins Grübeln. Alles absagen und sich voll auf die Erkrankung konzentrieren? Dem Alltag den Rücken kehren und nur noch an den Krebs denken? Ob das so „gesund“ und der Heilung förderlich ist?

Ein Gespräch mit meiner Frauenärztin gibt den Ausschlag: Sie ist der Meinung, dass ich mich auf keinen Fall völlig von der Krankheit vereinnahmen lassen, sondern vielmehr versuchen soll, die Reise doch noch durchzuführen – als Belohnung nach überstandener Therapie und mentalem Rettungsanker sozusagen.

Also verschieben wir den Reisebeginn für ein paar Wochen und – als das nicht ausreicht, weil die ganzen Nachbehandlungen doch länger dauern als vorher gedacht (um die Chemotherapie bin ich zwar herumgekommen, nicht aber um die Strahlentherapie) – noch ein weiteres Mal. Aus Anfang Juni wird nun Ende Juli, aus einer günstigen Luxuskabine (Vorsaison) auf der Fähre wird eine teure Minikabine mit Etagenbett in der Hauptsaison – und der geplante Extra-Tag in Brügge wird ersatzlos gestrichen, weil hierfür nach hinten inzwischen einfach keine Zeit mehr ist.

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Ein riesiges Dankeschön hier auch an das Hotel Gulden Vlies in Brügge! Die Betreiber haben vollkommen unbürokratisch und sehr, sehr nett unsere Buchung zuerst verschoben und dann storniert, ohne hierfür auch nur einen Cent zu verlangen. Toll! Sollten wir doch noch einmal nach Brügge kommen, so werden wir auf alle Fälle dort ein Zimmer nehmen!

Und auch das Umbuchen bei der Fährgesellschaft DFDS ging online wunderbar problemlos, einfach per Mausklick. Zusatzgebühren fallen hier keine an, doch falls die neue Buchung billiger sein sollte, so bekommt man kein Geld von der vorherigen Buchung zurückerstattet – trotzdem fair, wie ich finde.

Augen auf und durch!

Auch wenn „mein“ Krebs so gute Heilungschancen hat, so gibt es doch den einen oder anderen dunklen Moment während der Behandlung. Zeiten, in denen körperliche Beschwerden, Angst und das permanente Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit einen niederdrücken. In solchen Phasen klammere ich mich an die Vorfreude auf unsere Reise. Daran, dass ich mich nicht unterkriegen lassen will, dass ich mir von so einem blöden kleinen Knoten nicht mein ganzes restliches Leben bestimmen lasse, dass ich nicht für immer schwach, hilflos und müde bin, sondern nur temporär etwas erschöpft. Und daran, dass ich zusammen mit Marvin bald das schöne Edinburgh sehen, die einsamen Highlands durchqueren und die wundervolle Insel Skye besuchen werde.

Was soll ich sagen: es hilft! Ich blicke nach vorne und fühle mich besser. Und ich bin überzeugt, hätte ich dieses Ziel nicht vor Augen, sondern meinen Alltag ganz auf den Krebs ausgerichtet, so würde ich sicherlich mehr als einmal in ein deutlich tieferes emotionales Loch fallen.

Gestern schließlich hatte ich meinen letzten Bestrahlungstermin, fortan heißt es nur noch Tabletten schlucken. Die Nebenwirkungen bisher sind moderat, die Ärzte sehr zufrieden, die Verbrennungen auf der Haut heilen bereits, die Müdigkeit lässt auch schon nach – und ich bin total hibbelig und würde am liebsten morgen schon starten ;-).

Nun, zwei Wochen muss ich mich noch gedulden, dann erst geht es los. Mitte August sind wir wieder zurück in München und werden über unsere Schottland-Tour berichten. Aber falls eine von Brustkrebs betroffene Frau diesen Bericht liest und sich mit mir austauschen möchte, nur zu, schreib mir eine Mail! Vielleicht kann ich dir ja den einen oder anderen hilfreichen Tipp geben – und Mut machen 🙂

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Brief von BMW – Rückruf für die G 650 GS, Baujahr 2014 https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/post-von-bmw-softwareupdate-fuer-die-g-650-gs-bj-2014/ https://www.in-fremden-gefilden.de/tipps-und-tricks/post-von-bmw-softwareupdate-fuer-die-g-650-gs-bj-2014/#comments Fri, 18 Sep 2015 07:55:15 +0000 https://www.in-fremden-gefilden.de/?p=1166 Meine gerade mal ein Jahr alte BMW G 650 GS würde ein Softwareupdate benötigen, steht in dem Schreiben von BMW, das ich Anfang September aus meinem Briefkasten fische. […]

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Meine gerade mal ein Jahr alte BMW G 650 GS würde ein Softwareupdate benötigen, steht in dem Schreiben von BMW, das ich Anfang September aus meinem Briefkasten fische. Es gäbe bei der bisherigen Software gelegentlich Probleme im Leerlauf, manchmal würde der Motor einfach ausgehen, heißt es erklärend in dem Brief.

Als ich das lese, fallen mir auch prompt zwei Situationen ein, in denen der Motor meiner GS tatsächlich ausgegangen ist. Ich hatte es damals auf alles Mögliche geschoben, auf eine unsauber funktionierende Software allerdings nicht.

Weil ich nicht völlig planlos sein will, suche ich im Internet nach anderen, die auch so einen Brief erhalten haben, und siehe da, es gibt sie :-). Anscheinend betrifft das recht viele G 650 GS, alle mit Baujahr 2014, manche hatten recht häufig diese Leerlauf-Probleme, andere wiederum nicht, einige sind auch skeptisch, ob sie das Update überhaupt durchführen sollen („Never change a running system.“).

Werkstatttermin

Nun gut, da ich davon ausgehe, dass BMW sich nicht selbst ohne Grund doch recht hohe Kosten verursacht  – das Herausfinden der aktuellen Halteradressen über die KFZ-Zulassungstelle, das Schreiben und Verschicken der Briefe und natürlich dann auch noch die Werkstattzeit, so ganz billig ist das ja schließlich nicht – vereinbare ich umgehend einen Termin beim BMW-Motorradzentrum in München, und bekomme ihn auch sehr kurzfristig.

Letzten Mittwoch, um kurz vor 9, gebe ich mein Motorrad dort ab, bestelle mir einen Cappuccino – und kaum eine Stunde später, um 10 Uhr, ist die GS auch schon wieder fertig. In der Kopie des Werkstattberichtes, um die ich gebeten habe (vollständige Unterlagen schaden nie), steht, dass die Software geupdatet und eine Schelle am Drosselklappenstutzen festgezogen wurde. That’s it.

Und ist jetzt etwas anders als zuvor?

Ich bilde mir ein, dass das schon der Fall ist. Ich bin inzwischen schon wieder ein paar Mal quer durch die Stadt gedüst und habe das Gefühl, dass sie jetzt etwas runder läuft, weicher, auch im niedrigen Drehzahlbereich. Das raue Tock-Tock, das sie vorher bei unter 2.500 Umdrehungen gerne hatte (und was ich sehr charmant fand, weil es mich immer an meine alte Yamaha XT 600 erinnert hat), fehlt nun, sie fährt sich insgesamt weniger ruppig, ist geschmeidiger, aber genauso sensibel wie vorher. Das Standgas scheint ein wenig höher eingestellt zu sein, auch im kalten Zustand ist sie nun nicht mehr so unruhig. Bin mal gespannt, wie sich das auf den Spritverbrauch auswirken wird.

 

Was für Erfahrungen habt ihr mit dem Software-Update gemacht? Läuft sie nun wirklich gleichmäßiger – oder ist das nur in meiner Einbildung der Fall? 🙂

 

Nachtrag (Januar 2016):

Wie es scheint, haben tatsächlich nicht alle das Glück, nach dem Update ein ruhig laufendes Motorrad fahren zu können. Die Kommentare unter diesem Artikel sprechen Bände: Das Update ist offensichtlich nicht in jedem Fall eine Verbesserung, in manchen sogar eine dramatische Verschlechterung.

Ich kann daher nur raten: Lest die Kommentare und entscheidet dann, ob ihr riskieren wollt, dass euer Motorrad möglicherweise hinterher nicht mehr vernünftig läuft. Wie groß das Risiko ist, kann ich natürlich nicht sagen. Ein zufriedener Kunde schreibt nur äußerst selten in Foren, vielleicht sind die schlechten Erfahrungen ja tatsächlich nur ganz seltene Ausnahmen.

Trotzdem. Meiner Meinung nach darf es so etwas überhaupt nicht geben, kein einziges Mal. Liebe Ingenieure von BMW: Bitte überarbeitet die Software doch noch einmal Zeile für Zeile. Es ist noch immer der Wurm drin!

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